Formen

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Die Google Maps API for Android bietet einige einfache Möglichkeiten, wie Sie Formen zu Ihren Karten hinzufügen können, um diese für Ihre App anzupassen.

  • Die Form Polyline (Polylinie) ist eine Folge zusammenhängender Liniensegmente, die Sie zu einer beliebigen Form zusammenfügen können, um Pfade und Routen auf einer Karte darzustellen.
  • Die Form Polygon ist eine geschlossene Form, mit der Sie Bereiche auf der Karte darstellen können.
  • Die Form Circle (Kreis) ist eine geografisch genaue Projektion eines Kreises auf der Erdoberfläche, die auf der Karte gezeichnet wird.

Bei allen diesen Formen können Sie die Darstellung anpassen, indem Sie eine Reihe von Eigenschaften ändern.

Code-Snippets

In der Anleitung zum Hinzufügen von Polylinien und Polygonen für Routen und Gebiete finden Sie den gesamten Code für eine einfache Android-App.

Darüber hinaus enthält das ApiDemos-Repository auf GitHub Beispiele, mit denen die Verwendung von Formen und ihren Funktionen veranschaulicht wird:

Polylinien

Die Klasse Polyline definiert eine Gruppe miteinander verbundener Liniensegmente auf der Karte. Ein Polyline-Objekt besteht aus mehreren LatLng-Orten und erstellt eine Folge von Liniensegmenten, die diese Orte in einer geordneten Reihenfolge miteinander verbinden.

Dieses Video zeigt, wie Sie Ihre Nutzer ans Ziel bringen, indem Sie mit Polylinien einen Pfad auf der Karte zeichnen.

Erstellen Sie für eine Polylinie zuerst ein PolylineOptions-Objekt und fügen Sie ihm Punkte hinzu. Die Punkte stehen für einen Ort auf der Erdoberfläche und werden als LatLng-Objekt ausgedrückt. Die Punkte werden in der Reihenfolge durch Liniensegmente verbunden, in der Sie die Punkte dem PolylineOptions-Objekt hinzufügen. Wenn Sie einem PolylineOptions-Objekt Punkte hinzufügen möchten, rufen Sie PolylineOptions.add() auf. Diese Methode kann unterschiedlich viele Parameter haben, sodass sich mehrere Punkte gleichzeitig hinzufügen lassen. Wenn sich die Punkte bereits in einer Liste befinden, können Sie auch PolylineOptions.addAll(Iterable<LatLng>) aufrufen.

Anschließend können Sie die Polylinie mit GoogleMap.addPolyline(PolylineOptions) einer Karte hinzufügen. Die Methode gibt ein Polyline-Objekt zurück, mit dem Sie die Polylinie zu einem späteren Zeitpunkt ändern können.

Im folgenden Code-Snippet wird einer Karte ein Rechteck hinzugefügt:

Java


// Instantiates a new Polyline object and adds points to define a rectangle
PolylineOptions polylineOptions = new PolylineOptions()
    .add(new LatLng(37.35, -122.0))
    .add(new LatLng(37.45, -122.0))  // North of the previous point, but at the same longitude
    .add(new LatLng(37.45, -122.2))  // Same latitude, and 30km to the west
    .add(new LatLng(37.35, -122.2))  // Same longitude, and 16km to the south
    .add(new LatLng(37.35, -122.0)); // Closes the polyline.

// Get back the mutable Polyline
Polyline polyline = map.addPolyline(polylineOptions);

      

Kotlin


// Instantiates a new Polyline object and adds points to define a rectangle
val polylineOptions = PolylineOptions()
    .add(LatLng(37.35, -122.0))
    .add(LatLng(37.45, -122.0)) // North of the previous point, but at the same longitude
    .add(LatLng(37.45, -122.2)) // Same latitude, and 30km to the west
    .add(LatLng(37.35, -122.2)) // Same longitude, and 16km to the south
    .add(LatLng(37.35, -122.0)) // Closes the polyline.

// Get back the mutable Polyline
val polyline = map.addPolyline(polylineOptions)

      

Wenn Sie die Polylinienform nach dem Hinzufügen ändern möchten, können Sie Polyline.setPoints() aufrufen und eine neue Liste mit Punkten angeben.

Die Darstellung der Polylinie kann sowohl vor als auch nach dem Hinzufügen zur Karte angepasst werden. Nähere Einzelheiten finden Sie unten im Abschnitt Darstellung anpassen.

Polylinienereignisse

Polylinien sind standardmäßig nicht anklickbar. Die Anklickbarkeit kann durch Aufrufen von Polyline.setClickable(boolean) aktiviert oder deaktiviert werden.

Sie können den Event-Listener OnPolylineClickListener verwenden, um Klickereignisse auf einer anklickbaren Polylinie zu erfassen. Rufen Sie GoogleMap.setOnPolylineClickListener(OnPolylineClickListener) auf, um diesen Listener auf der Karte festzulegen. Wenn ein Nutzer auf eine Polylinie klickt, erhalten Sie einen onPolylineClick(Polyline)-Callback.

Polygone

Polygon-Objekte ähneln Polyline-Objekten insofern, als sie aus einer Folge von Koordinaten in einer geordneten Reihenfolge bestehen. Allerdings sind Polygone nicht offen, sondern umschließen bestimmte Bereiche und eignen sich, um ein Gebiet einzurahmen sowie den definierten Innenbereich einzufärben.

Die Vorgehensweise beim Hinzufügen eines Polygon-Objekts zur Karte ist dieselbe wie beim Polyline-Objekt. Erstellen Sie zuerst ein PolygonOptions-Objekt und fügen Sie einige Punkte hinzu. Diese Punkte bilden dann den Rahmen des Polygons. Fügen Sie das Polygon dann der Karte hinzu, indem Sie GoogleMap.addPolygon(PolygonOptions) aufrufen, wodurch ein Polygon-Objekt zurückgegeben wird.

Mit dem folgenden Code-Snippet wird einer Karte ein Rechteck hinzugefügt (weil wir keine Füllfarbe definiert haben und die Standardfüllfarbe transparent ist, sieht das Ergebnis genauso aus wie die im Code-Snippet im vorherigen Abschnitt hinzugefügte Polylinie):

Java


// Instantiates a new Polygon object and adds points to define a rectangle
PolygonOptions polygonOptions = new PolygonOptions()
    .add(new LatLng(37.35, -122.0),
        new LatLng(37.45, -122.0),
        new LatLng(37.45, -122.2),
        new LatLng(37.35, -122.2),
        new LatLng(37.35, -122.0));

// Get back the mutable Polygon
Polygon polygon = map.addPolygon(polygonOptions);

      

Kotlin


// Instantiates a new Polygon object and adds points to define a rectangle
val rectOptions = PolygonOptions()
    .add(
        LatLng(37.35, -122.0),
        LatLng(37.45, -122.0),
        LatLng(37.45, -122.2),
        LatLng(37.35, -122.2),
        LatLng(37.35, -122.0)
    )

// Get back the mutable Polygon
val polygon = map.addPolygon(rectOptions)

      

Wenn Sie die Polygonform nach dem Hinzufügen ändern möchten, können Sie Polygon.setPoints() aufrufen und eine neue Liste mit Punkten für den Umriss angeben.

Die Darstellung des Polygons kann sowohl vor als auch nach dem Hinzufügen zur Karte angepasst werden. Nähere Einzelheiten finden Sie unten im Abschnitt Darstellung anpassen.

Autovervollständigen von Polygonen

Das Polygon im Beispiel oben besteht aus fünf Koordinaten. Dabei liegen die erste und die letzte Koordinate auf derselben Position, sodass eine abgeschlossene Einheit entsteht. Die letzte Koordinate muss in der Praxis jedoch nicht festgelegt werden, da Polygone immer einen geschlossenen Bereich umfassen. Wenn die letzte Koordinate sich von der ersten unterscheidet, „schließt“ die API automatisch das Polygon, indem die erste Koordinate am Ende der Koordinatensequenz wiederholt wird.

Die nachfolgenden beiden Polygone sind äquivalent. Wenn polygon.getPoints() für beide Polygone aufgerufen wird, werden alle 4 Punkte zurückgegeben.

Java


Polygon polygon1 = map.addPolygon(new PolygonOptions()
    .add(new LatLng(0, 0),
        new LatLng(0, 5),
        new LatLng(3, 5),
        new LatLng(0, 0))
    .strokeColor(Color.RED)
    .fillColor(Color.BLUE));

Polygon polygon2 = map.addPolygon(new PolygonOptions()
    .add(new LatLng(0, 0),
        new LatLng(0, 5),
        new LatLng(3, 5))
    .strokeColor(Color.RED)
    .fillColor(Color.BLUE));

      

Kotlin


val polygon1 = map.addPolygon(
    PolygonOptions()
        .add(
            LatLng(0.0, 0.0),
            LatLng(0.0, 5.0),
            LatLng(3.0, 5.0),
            LatLng(0.0, 0.0)
        )
        .strokeColor(Color.RED)
        .fillColor(Color.BLUE)
)
val polygon2 = map.addPolygon(
    PolygonOptions()
        .add(
            LatLng(0.0, 0.0),
            LatLng(0.0, 5.0),
            LatLng(3.0, 5.0)
        )
        .strokeColor(Color.RED)
        .fillColor(Color.BLUE)
)

      

Hohles Polygon erstellen

In einem einzigen Polygon-Objekt können mehrere Pfade kombiniert werden, um komplexe Formen wie Reifen- bzw. Donutformen zu erstellen, bei denen innerhalb des Polygons polygonale Bereiche als „Inseln“ erscheinen. Komplexe Formen setzen sich immer aus mehreren einfacheren Strecken zusammen.

Zwei Pfade müssen im selben Bereich definiert werden. Der größere der beiden Bereiche bestimmt den Füllbereich und wird durch ein einfaches Polygon ohne zusätzliche Optionen umgesetzt. Übergeben Sie dann eine zweite Strecke an die addHole()-Methode. Wenn die zweite, kleinere Strecke ganz von der größeren Strecke umschlossen ist, erscheint es so, als ob ein Teil des Polygons entfernt wurde. Überschneidet sich dieses Loch mit dem Umriss des Polygons, wird das Polygon ohne Füllung dargestellt.

Mit dem folgenden Snippet wird ein einzelnes Rechteck mit einem kleineren rechteckigen Loch erstellt.

Java


List<LatLng> hole = Arrays.asList(new LatLng(1, 1),
    new LatLng(1, 2),
    new LatLng(2, 2),
    new LatLng(2, 1),
    new LatLng(1, 1));
Polygon hollowPolygon = map.addPolygon(new PolygonOptions()
    .add(new LatLng(0, 0),
        new LatLng(0, 5),
        new LatLng(3, 5),
        new LatLng(3, 0),
        new LatLng(0, 0))
    .addHole(hole)
    .fillColor(Color.BLUE));

      

Kotlin


val hole = listOf(
    LatLng(1.0, 1.0),
    LatLng(1.0, 2.0),
    LatLng(2.0, 2.0),
    LatLng(2.0, 1.0),
    LatLng(1.0, 1.0)
)
val hollowPolygon = map.addPolygon(
    PolygonOptions()
        .add(
            LatLng(0.0, 0.0),
            LatLng(0.0, 5.0),
            LatLng(3.0, 5.0),
            LatLng(3.0, 0.0),
            LatLng(0.0, 0.0)
        )
        .addHole(hole)
        .fillColor(Color.BLUE)
)

      

Polygonereignisse

Polygone sind standardmäßig nicht anklickbar. Die Anklickbarkeit kann durch Aufrufen von Polygon.setClickable(boolean) aktiviert oder deaktiviert werden.

Sie können den Event-Listener OnPolygonClickListener verwenden, um Klickereignisse auf einem anklickbaren Polygon zu erfassen. Rufen Sie GoogleMap.setOnPolygonClickListener(OnPolygonClickListener) auf, um diesen Listener auf der Karte festzulegen. Wenn ein Nutzer auf ein Polygon klickt, empfangen Sie einen onPolygonClick(Polygon)-Callback.

Kreise

Zusätzlich zu einer generischen Polygon-Klasse enthält die Google Maps API auch spezielle Klassen für Circle-Objekte, die das Erstellen von Kreisen vereinfachen.

Um einen Kreis zu konstruieren, müssen die folgenden beiden Eigenschaften definiert werden:

  • center als LatLng.
  • radius in Metern.

Ein Kreis ist als die Menge der Punkte auf der Erdoberfläche definiert, die radius Meter vom angegebenen Kreismittelpunkt (center) entfernt sind. Aufgrund der Art, wie die von der Google Maps API verwendete Mercator-Projektion eine Kugel auf einer ebenen Oberfläche rendert, erscheint diese Form nahe am Äquator wie ein fast perfekter Kreis. Mit zunehmender Entfernung vom Äquator verliert sie (auf dem Bildschirm) aber immer mehr diese kreisrunde Form.

Mit dem folgenden Code-Snippet wird der Karte ein Kreis hinzugefügt. Dazu wird ein CircleOptions-Objekt erstellt und GoogleMap.addCircle(CircleOptions) aufgerufen:

Java


// Instantiates a new CircleOptions object and defines the center and radius
CircleOptions circleOptions = new CircleOptions()
    .center(new LatLng(37.4, -122.1))
    .radius(1000); // In meters

// Get back the mutable Circle
Circle circle = map.addCircle(circleOptions);

      

Kotlin


// Instantiates a new CircleOptions object and defines the center and radius
val circleOptions = CircleOptions()
    .center(LatLng(37.4, -122.1))
    .radius(1000.0) // In meters

// Get back the mutable Circle
val circle = map.addCircle(circleOptions)

      

Wenn Sie die Kreisform nach dem Hinzufügen ändern möchten, müssen Sie nur Circle.setRadius() aufrufen oder Circle.setCenter() neue Werte angeben.

Die Darstellung des Kreises lässt sich anpassen, unabhängig davon, ob er der Karte schon hinzugefügt wurde oder nicht. Nähere Einzelheiten finden Sie unten im Abschnitt Darstellung anpassen.

Kreisereignisse

Kreise sind standardmäßig nicht anklickbar. Die Anklickbarkeit kann durch Aufrufen von GoogleMap.addCircle() mit CircleOptions.clickable(boolean) oder mit dem Methodenaufruf Circle.setClickable(boolean) aktiviert oder deaktiviert werden.

Sie können den Event-Listener OnCircleClickListener verwenden, um Klickereignisse auf einem anklickbaren Kreis zu erfassen. Rufen Sie GoogleMap.setOnCircleClickListener(OnCircleClickListener) auf, um diesen Listener auf der Karte festzulegen.

Wenn ein Nutzer auf einen Kreis klickt, empfangen Sie einen onCircleClick(Circle)-Callback, wie im folgenden Code-Snippet gezeigt:

Java


Circle circle = map.addCircle(new CircleOptions()
    .center(new LatLng(37.4, -122.1))
    .radius(1000)
    .strokeWidth(10)
    .strokeColor(Color.GREEN)
    .fillColor(Color.argb(128, 255, 0, 0))
    .clickable(true));

map.setOnCircleClickListener(new GoogleMap.OnCircleClickListener() {
    @Override
    public void onCircleClick(Circle circle) {
        // Flip the r, g and b components of the circle's stroke color.
        int strokeColor = circle.getStrokeColor() ^ 0x00ffffff;
        circle.setStrokeColor(strokeColor);
    }
});

      

Kotlin


val circle = map.addCircle(
    CircleOptions()
        .center(LatLng(37.4, -122.1))
        .radius(1000.0)
        .strokeWidth(10f)
        .strokeColor(Color.GREEN)
        .fillColor(Color.argb(128, 255, 0, 0))
        .clickable(true)
)
map.setOnCircleClickListener {
    // Flip the r, g and b components of the circle's stroke color.
    val strokeColor = it.strokeColor xor 0x00ffffff
    it.strokeColor = strokeColor
}

      

Darstellung anpassen

Sie können die Darstellung der Form sowohl vor – durch Vorgabe der gewünschten Eigenschaft im Optionsobjekt – als auch nach dem Hinzufügen zur Karte ändern. Außerdem werden für alle Eigenschaften Abfragemethoden (Getter) freigeschaltet, damit Sie ganz einfach auf den aktuellen Status der Form zugreifen können.

Mit dem folgenden Snippet wird eine dicke blaue Polylinie mit geodätischen Segmenten von Melbourne nach Perth hinzugefügt. Die entsprechenden Eigenschaften werden in den folgenden Abschnitten näher erläutert.

Java


Polyline polyline = map.addPolyline(new PolylineOptions()
    .add(new LatLng(-37.81319, 144.96298), new LatLng(-31.95285, 115.85734))
    .width(25)
    .color(Color.BLUE)
    .geodesic(true));

      

Kotlin


val polyline = map.addPolyline(
    PolylineOptions()
        .add(LatLng(-37.81319, 144.96298), LatLng(-31.95285, 115.85734))
        .width(25f)
        .color(Color.BLUE)
        .geodesic(true)
)

      

Hinweis: Während die meisten dieser Eigenschaften auf beliebige der beschriebenen Formen angewendet werden können, sind einige der Eigenschaften eventuell für bestimmte Formen nicht sinnvoll. Beispielsweise kann eine Polylinie keine Füllfarbe haben, weil sie keinen Innenbereich umfasst.

Strichfarbe

Die Strichfarbe ist eine Alpha-Rot-Grün-Blau-Ganzzahl (ARGB) mit 16 Bit, die die Deckkraft und Farbe der Linie der Form festlegt. Legen Sie diese Eigenschaft für das Optionsobjekt der Form fest, indem *Options.strokeColor() oder im Fall einer Polylinie PolylineOptions.color() aufgerufen wird. Wird kein Wert angegeben, ist Schwarz die Standardstrichfarbe (Color.BLACK).

Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf die Strichfarbe zugreifen, indem Sie getStrokeColor() (oder getColor() für eine Polylinie) aufrufen. Rufen Sie zum Ändern der Strichfarbe setStrokeColor() (setColor() for a polyline) auf.

Füllfarbe

Eine Füllfarbe kann nur auf Polygone und Kreise angewendet werden. Sie ist auf Polylinien nicht anwendbar, weil diese keinen definierten Innenbereich haben. Bei einem Polygon sind die Bereiche innerhalb der Löcher nicht Teil des Innenbereichs des Polygons und werden deshalb bei Vorgabe einer Füllfarbe nicht eingefärbt.

Die Füllfarbe ist eine Alpha-Rot-Grün-Blau-Ganzzahl (ARGB) mit 16 Bit, die die Deckkraft und Farbe des Innenbereichs der Form festlegt. Legen Sie dieses Attribut für das Optionsobjekt der Form fest, indem *Options.fillColor() aufgerufen wird. Wird kein Wert angegeben, wird die Standardfüllfarbe Transparent (Color.TRANSPARENT) verwendet.

Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf die Füllfarbe zugreifen, indem Sie getFillColor() aufrufen. Rufen Sie zum Ändern der Füllfarbe setFillColor() auf.

Strichbreite

Die Linienbreite wird als Gleitkommazahl in Pixeln (px) angegeben. Die Breite wird beim Zoomen der Karte nicht skaliert, d. h., die Form weist bei allen Zoomstufen dieselbe Strichbreite auf. Legen Sie diese Eigenschaft im Optionsobjekt der Form fest, indem Sie *Options.strokeWidth() (oder PolylineOptions.width() für eine Polylinie) aufrufen. Ist kein Wert angegeben, beträgt die Standardstrichbreite 10 Pixel.

Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf die Strichbreite zugreifen, indem Sie getStrokeWidth() (oder getWidth() für eine Polylinie) aufrufen. Rufen Sie zum Ändern der Strichbreite setStrokeWidth() (setWidth() for a polyline) auf.

Strichmuster

Das Standardmuster der Striche für Polylinien sowie für die Umrisse von Polygonen und Kreisen ist eine durchgehende Linie. Sie können ein benutzerdefiniertes Strichmuster von PatternItem-Objekten festlegen, wobei jedes Element ein Bindestrich, ein Punkt oder eine Lücke ist.

Im folgenden Beispiel wird das Muster für eine Polylinie auf eine wiederholte Sequenz eines Punkts, gefolgt von einer Lücke von 20 Pixeln, einem Bindestrich von 30 Pixeln und einer weiteren Abstand von 20 Pixeln festgelegt.

Java


List<PatternItem> pattern = Arrays.asList(
    new Dot(), new Gap(20), new Dash(30), new Gap(20));
polyline.setPattern(pattern);

      

Kotlin


val pattern = listOf(
    Dot(), Gap(20F), Dash(30F), Gap(20F)
)
polyline.pattern = pattern

      

Das Muster wiederholt sich auf der Linie, beginnend mit dem ersten Musterelement am ersten Scheitelpunkt, der für die Form angegeben wird.

Verbindungstypen

Für Polylinien und die Umrisse von Polygonen können Sie einen abgeflachten oder einen runden JointType angeben, um den standardmäßigen Gehrungsverbindungstyp zu ersetzen.

Im folgenden Beispiel wird ein runder Verbindungstyp auf eine Polylinie angewendet:

Java


polyline.setJointType(JointType.ROUND);

      

Kotlin


polyline.jointType = JointType.ROUND

      

Der Verbindungstyp wirkt sich auf die internen Biegungen in der Linie aus. Wenn die Linie ein Strichmuster hat, das Bindestriche enthält, wird der Verbindungstyp auch angewendet, wenn ein Bindestrich auf einer Verbindung sitzt. Verbindungstypen wirken sich nicht auf Punkte aus, da sie immer kreisförmig sind.

Linienkappen

Sie können für beide Enden einer Polylinie den Stil Cap angeben. Die Optionen sind „Butt“ (Standard), „Square“, „Round“ oder „Benutzerdefinierte Bitmap“. Legen Sie den Stil in PolylineOptions.startCap und PolylineOptions.endCap fest oder verwenden Sie die entsprechenden Getter- und Setter-Methoden.

Mit dem folgenden Snippet wird eine runde Kappe auf den Anfang einer Polylinie angewendet.

Java


polyline.setStartCap(new RoundCap());

      

Kotlin


polyline.startCap = RoundCap()

      

Mit dem folgenden Snippet wird eine benutzerdefinierte Bitmap für die Kappe am Ende festgelegt:

Java


polyline.setEndCap(
    new CustomCap(BitmapDescriptorFactory.fromResource(R.drawable.arrow), 16));

      

Kotlin


polyline.endCap = CustomCap(BitmapDescriptorFactory.fromResource(R.drawable.arrow), 16F)

      

Wenn Sie eine benutzerdefinierte Bitmap verwenden, müssen Sie eine Referenzstrichbreite in Pixeln angeben. Die API skaliert die Bitmap entsprechend. Die Breite des Referenzstrichs ist die Strichbreite, die Sie beim Entwerfen des Bitmapbilds für die Kappe in den ursprünglichen Abmessungen des Bilds verwendet haben. Die Standardbreite des Referenzstrichs beträgt 10 Pixel. Tipp: Um die Breite des Referenzstrichs zu bestimmen, öffnen Sie Ihr Bitmapbild mit einem Zoomfaktor von 100 % in einem Bildeditor und stellen Sie die gewünschte Breite des Linienstrichs relativ zum Bild grafisch dar.

Wenn Sie die Bitmap mit BitmapDescriptorFactory.fromResource() erstellen, verwenden Sie dafür eine dichteunabhängige Ressource (nodpi).

Geodätische Segmente

Die geodätische Einstellung kann nur für Polylinien und Polygone verwendet werden. Sie ist nicht auf Kreise anwendbar, weil diese nicht als Gruppe von Segmenten definiert sind.

Mit der geodätischen Einstellung wird bestimmt, wie Liniensegmente zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelpunkten der Polylinie bzw. des Polygons gezeichnet werden. Geodätische Segmente folgen der kürzesten Strecke entlang der kugelförmigen Erdoberfläche und werden auf einer Karte mit Mercator-Projektion häufig als Bogenlinien dargestellt. Nicht geodätische Segmente werden auf der Karte als gerade Linien gezeichnet.

Legen Sie diese Eigenschaft im Optionsobjekt der Form fest, indem Sie *Options.geodesic() aufrufen. true gibt an, dass die Segmente geodätisch zu zeichnen sind, und false, dass die Segmente durch gerade Linien dargestellt werden sollen. Wenn keine Vorgabe erfolgt, gilt die Standardeinstellung false für nicht-geodätische Segmente.

Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf die geodätische Einstellung zugreifen, indem Sie isGeodesic() aufrufen. Rufen Sie zum Ändern der geodätischen Einstellung setGeodesic() auf.

Z-Index

Mit dem Z-Index wird die Stapelreihenfolge einer Form in Relation zu anderen Overlays, d. h. anderen Formen, Boden- und Kachel-Overlays, auf der Karte festgelegt. Ein Overlay mit einem hohen Z-Index wird über Overlays mit niedrigeren Z-Indexen gezeichnet. Zwei Overlays mit demselben Z-Index werden in beliebiger Reihenfolge gezeichnet.

Hinweis: Markierungen werden unabhängig von dem Z-Index der anderen Overlays immer über anderen Overlays gezeichnet.

Legen Sie dieses Attribut für das Optionsobjekt der Form fest, indem *Options.zIndex() aufgerufen wird. Erfolgt keine Vorgabe, gilt der Standard-Z-Index 0. Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf den Z-Index zugreifen, indem Sie getZIndex() aufrufen. Rufen Sie zum Ändern des Z-Index setZIndex() auf.

Sichtbarkeit

Mit der Sichtbarkeit wird festgelegt, ob die Form auf der Karte gezeichnet werden soll. Dabei gibt true an, dass die Form gezeichnet werden soll, und false, dass sie nicht erscheinen soll. Sie können mit dieser Einstellung die Darstellung einer Form auf der Karte vorübergehend unterbinden. Für eine dauerhafte Entfernung der Form aus der Karte rufen Sie für die Form den Befehl remove() auf.

Legen Sie dieses Attribut für das Optionsobjekt der Form fest, indem *Options.visible() aufgerufen wird. Wenn keine Vorgabe erfolgt, gilt für die Sichtbarkeit die Standardeinstellung true. Nach dem Hinzufügen der Form zur Karte können Sie auf die Sichtbarkeit zugreifen, indem Sie isVisible() aufrufen. Rufen Sie zum Ändern der Sichtbarkeit setVisible() auf.

Daten mit einer Form verknüpfen

Sie können ein beliebiges Datenobjekt mit einer Polylinie, einem Polygon oder einem Kreis mit der Methode setTag() der Form speichern und das Objekt mit getTag() abrufen. Rufen Sie beispielsweise Polyline.setTag() auf, um ein Datenobjekt mit einer Polylinie zu speichern, und Polyline.getTag(), um das Datenobjekt abzurufen.

Der folgende Code definiert ein beliebiges Tag (A) für die angegebene Polylinie:

Java


Polyline polyline = map.addPolyline((new PolylineOptions())
    .clickable(true)
    .add(new LatLng(-35.016, 143.321),
        new LatLng(-34.747, 145.592),
        new LatLng(-34.364, 147.891),
        new LatLng(-33.501, 150.217),
        new LatLng(-32.306, 149.248),
        new LatLng(-32.491, 147.309)));

polyline.setTag("A");

      

Kotlin


val polyline = map.addPolyline(
    PolylineOptions()
        .clickable(true)
        .add(
            LatLng(-35.016, 143.321),
            LatLng(-34.747, 145.592),
            LatLng(-34.364, 147.891),
            LatLng(-33.501, 150.217),
            LatLng(-32.306, 149.248),
            LatLng(-32.491, 147.309)
        )
)
polyline.tag = "A"

      

Nachfolgend sind einige Beispiele für Szenarien aufgeführt, in denen es nützlich ist, Daten mit Markierungen zu speichern und abzurufen:

  • Ihre App deckt möglicherweise verschiedene Arten von Formen ab, die unterschiedlich behandelt werden sollen, wenn der Nutzer darauf klickt.
  • Sie verfügen möglicherweise über eine Schnittstelle mit einem System, in dem es eindeutige Datensatzbezeichner gibt, wobei die Formen spezifische Datensätze in diesem System darstellen.
  • Die Formdaten können eine Priorität angeben, um den Z-Index für die Form zu bestimmen.