Sitemap erstellen und einreichen

Im Folgenden wird beschrieben, wie du eine Sitemap erstellst und für Google zugänglich machst. Weitere Informationen zu Sitemaps

  1. Entscheide, welche Seiten deiner Website von Google gecrawlt werden sollen, und lege von jeder Seite die kanonische Version fest.
  2. Wähle aus, welches Sitemap-Format du verwenden möchtest. Du kannst deine Sitemap manuell selbst erstellen oder sie mit einem Drittanbietertool erstellen lassen.
  3. Mach deine Sitemap für Google zugänglich, indem du sie deiner robots.txt-Datei hinzufügst oder sie direkt bei der Search Console einreichst.

Sitemap-Formate

Google unterstützt verschiedene Sitemap-Formate, die nachstehend beschrieben werden. Google erwartet in allen Formaten das Standard-Sitemap-Protokoll. Das Attribut <priority> wird in Sitemaps momentan nicht verarbeitet.

Bei allen Formaten gilt für eine einzelne Sitemap eine Obergrenze von 50 MB (unkomprimiert) und 50.000 URLs. Wenn deine Datei größer ist oder mehr URLs enthält, musst du sie auf mehrere Sitemaps aufteilen. Optional kannst du eine Sitemap-Indexdatei erstellen, die auf eine Liste mit Sitemaps verweist, und die Indexdatei bei Google einreichen. Du kannst mehrere Sitemaps und/oder Sitemap-Indexdateien bei Google einreichen.

XML

Hier siehst du eine einfache XML-Sitemap, die den Pfad einer einzelnen URL enthält:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>http://www.example.com/foo.html</loc>
<lastmod>2018-06-04</lastmod>
</url>
</urlset>

Komplexere Beispiele und eine vollständige Dokumentation findest du unter sitemaps.org.

Hier werden auch Beispiele für Sitemaps mit Seiten in anderen Sprachen gegeben und Sitemaps für Nachrichten, Bilder oder Videodateien dargestellt.

RSS, mRSS und Atom 1.0

Wenn du einen Blog mit einem RSS- oder Atom-Feed hast, kannst du die URL des Feeds als Sitemap einreichen. Blog-Software kann in der Regel einen Feed für dich erstellen, aber dieser Feed enthält nur Informationen zu aktuellen URLs.

  • Google akzeptiert RSS 2.0- und Atom 1.0-Feeds.
  • Mit einem mRSS-Feed (media RSS) kannst du Google Informationen zu Videoinhalten auf deiner Website zur Verfügung stellen.

Text

Wenn deine Sitemap nur Webseiten-URLs enthält, kannst du bei Google auch eine einfache Textdatei mit einer URL pro Zeile einreichen. Beispiel:

http://www.example.com/file1.html
http://www.example.com/file2.html
        

Richtlinien für Sitemaps auf Basis einer Textdatei:

  • Codiere deine Datei im UTF-8-Format.
  • Füge der XML-Sitemap-Datei nichts anderes als URLs hinzu.
  • Du kannst der Textdatei einen beliebigen Namen geben, sofern dieser die Erweiterung „.txt“ aufweist, zum Beispiel „sitemap.txt“.

Google Sites

Wenn du eine Website mit Google Sites erstellt und bestätigt hast, erstellt Google Sites automatisch eine Sitemap für dich. Du kannst diese Sitemap nicht ändern, aber du kannst sie bei Google einreichen, wenn du dir den Sitemaps-Bericht ansehen möchtest. Beachte, dass deine Sitemap möglicherweise nicht richtig angezeigt wird, wenn ein einzelnes Unterverzeichnis mehr als 1.000 Seiten enthält.

  • Wenn deine Website von Google Sites gehostet wird, lautet deine Sitemap-URL http://sites.google.com/site/yoursitename/system/feeds/sitemap.
  • Wenn du deine Website mit Google Workspace erstellt hast, lautet deine Sitemap-URL https://sites.google.com/yourdomain/yoursitename/system/feeds/sitemap.

Sitemap-Erweiterungen für zusätzliche Medientypen

Google unterstützt eine erweiterte Sitemap-Syntax für die nachfolgenden Medientypen. Mit diesen Erweiterungen kannst du Videodateien, Bilder und andere schwierig zu parsende Inhalte auf deiner Website beschreiben und so die Indexierung verbessern.

Allgemeine Richtlinien für Sitemaps

  • Verwende konsistente, vollständig qualifizierte URLs. Google crawlt deine URLs genau so, wie du sie angegeben hast. Wenn sich deine Website beispielsweise unter https://www.example.com/ befindet, verwende als URL weder https://example.com/ (ohne www) noch ./mypage.html (also eine relative URL).
  • Eine Sitemap kann an einer beliebigen Stelle auf deiner Website veröffentlicht werden, sie wirkt sich jedoch nur auf untergeordnete Elemente des übergeordneten Verzeichnisses aus. Daher hat eine Sitemap, die im Stammverzeichnis der Website veröffentlicht wird, Auswirkungen auf alle Dateien auf der Website. Wir empfehlen dir, deine Sitemaps dort zu veröffentlichen.
  • Füge keine Sitzungs-IDs aus URLs in deine Sitemap ein. Damit vermeidest du, dass diese URLs doppelt gecrawlt werden.
  • Wenn du Google über alternative Sprachversionen einer URL informieren möchtest, nutze hreflang-Anmerkungen.
  • XML-Sitemap-Dateien müssen im UTF-8-Format codiert sein und für URLs müssen entsprechende Escape-Codes verwendet werden.
  • Teile große Sitemaps in kleinere auf: Eine Sitemap kann bis zu 50.000 URLs enthalten und darf in unkomprimiertem Zustand nicht größer als 50 MB sein. Verwende eine Sitemap-Indexdatei, in der alle deine Sitemaps aufgeführt sind, und reiche statt der einzelnen Sitemaps diese Datei bei Google ein.
  • Liste in deinen Sitemaps nur kanonische URLs auf. Wenn zwei Versionen einer Seite existieren, gib in der Sitemap nur diejenige an, die in den Suchergebnissen bevorzugt erscheinen soll. Wenn zwei Versionen deiner Website existieren, z. B. mit und ohne „www“, entscheide, welche deine bevorzugte Website ist. Veröffentliche die Sitemap dort und füge auf der anderen Website rel=canonical oder Weiterleitungen hinzu.
  • Wenn du für die mobile und die Desktopversion einer Seite unterschiedliche URLs hast, empfehlen wir, in der Sitemap nur auf eine von beiden Versionen zu verweisen. Möchtest du dennoch auf beide URLs verweisen, kannst du die URLs mit einer Anmerkung versehen, um zu zeigen, welche die Desktop- und welche die mobile Version ist.
  • Nutze Sitemap-Erweiterungen, um auf zusätzliche Medientypen wie Video, Bilder und Nachrichten hinzuweisen.
  • Wenn du alternative Seiten für verschiedene Sprachen oder Regionen hast, kannst du entweder eine Sitemap mit hreflang oder HTML-Tags verwenden, um auf die alternativen URLs zu verweisen.
  • Nicht alphanumerische und nicht lateinische Zeichen. Deine XML-Sitemap-Datei muss in UTF-8 codiert sein. Das lässt sich meistens beim Speichern der Datei angeben. Wie bei XML-Dateien üblich, müssen alle Datenwerte (einschließlich URLs) für die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Zeichen Entity-Escape-Codes verwenden. Eine Sitemap darf ausschließlich ASCII-Zeichen enthalten. Erweiterte ASCII-Zeichen und bestimmte Steuercodes oder Sonderzeichen wie z. B. * und {} dürfen nicht enthalten sein. Wenn die URL der Sitemap solche Zeichen enthält, wird beim Hinzufügen ein Fehler ausgegeben.
    Zeichen Escape-Code
    Kaufmännisches Und-Zeichen & &amp;
    Einfaches Anführungszeichen ' &apos;
    Doppeltes Anführungszeichen " &quot;
    Größer-als-Zeichen > &gt;
    Kleiner-als-Zeichen < &lt;
    Darüber hinaus müssen alle URLs, einschließlich der URL deiner Sitemap, codiert werden, sodass der Webserver, auf dem sie gespeichert und mit URL-Escape-Zeichen versehen sind, sie lesen kann. Falls du zum Erzeugen deiner URLs ein Skript, ein Tool oder eine Protokolldatei verwendest, also alles außer einer manuellen Eingabe von URLs, erfolgt dies in der Regel automatisch. Wenn du beim Einreichen deiner Sitemap die Fehlermeldung erhältst, dass Google einige deiner URLs nicht finden kann, achte darauf, dass die URLs dem Standard RFC 3986 für URIs, dem Standard RFC 3987 für IRIs und dem XML-Standard entsprechen.

    Im Folgenden findest du ein Beispiel für eine URL, die sowohl ein Nicht-ASCII-Zeichen (ü) als auch ein Zeichen enthält, für das ein Entity-Escape-Code benötigt wird (&):
    http://www.example.com/ümlat.html&q=name
    So sieht dieselbe URL aus, nachdem sie für das Hosting auf einem Server mit ISO-8859-1-Codierung codiert und mit URL-Escape-Zeichen versehen wurde:
    http://www.example.com/%FCmlat.html&q=name
    So sieht dieselbe URL aus, nachdem sie für das Hosting auf einem Server mit UTF-8-Codierung codiert und mit URL-Escape-Zeichen versehen wurde:
    http://www.example.com/%C3%BCmlat.html&q=name
    So sieht dieselbe URL mit Entity-Escape-Code aus:
    http://www.example.com/%C3%BCmlat.html&amp;q=name
  • Beachte, dass Sitemaps eine Empfehlung an Google sind, welche Seiten deiner Meinung nach wichtig sind. Google verpflichtet sich nicht, jede URL in einer Sitemap zu crawlen.
  • Google ignoriert die Werte <priority> und <changefreq>.
  • Google verwendet den Wert <lastmod>, wenn er konsistent und nachweisbar korrekt ist, beispielsweise durch einen Vergleich mit der letzten Änderung der Seite.
  • Die Position einer URL in einer Sitemap ist nicht wichtig. Google crawlt URLs nicht in der Reihenfolge, in der sie in deiner Sitemap angezeigt werden.

Deine Sitemap für Google zugänglich machen (deine Sitemap bei Google einreichen)

Google überprüft eine Sitemap nicht bei jedem Crawling einer Website. Eine Sitemap wird nur dann überprüft, wenn sie zum ersten Mal bemerkt wird. Danach wird sie nur überprüft, wenn du uns kontaktierst, um uns mitzuteilen, dass sich die Sitemap geändert hat. Du solltest Google nur dann über eine Sitemap informieren, wenn diese neu oder aktualisiert ist. Wir bitten dich, keine Sitemaps einzureichen oder uns per „Ping“-Funktion zu melden, an denen keine Veränderungen vorgenommen wurden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Sitemap für Google zugänglich zu machen:

  • Reiche sie über das Sitemaps-Tool der Search Console bei Google ein.
  • Füge an einer beliebigen Stelle deiner robots.txt-Datei die folgende Zeile ein, um den Pfad zu deiner Sitemap anzugeben:
    Sitemap: http://example.com/sitemap_location.xml
  • Verwende die „Ping“-Funktion, um Google zu bitten, die Sitemap noch einmal zu crawlen. Sende eine HTTP/GET-Anfrage wie diese:
    http://www.google.com/ping?sitemap=<complete_url_of_sitemap>
    Beispiel:
    http://www.google.com/ping?sitemap=https://example.com/sitemap.xml

Fehlerbehebung bei Sitemaps

Informationen zur Fehlerbehebung bei Sitemaps findest du in diesem Hilfeartikel.