In diesem Dokument werden der Google Picker und die Google Picker API vorgestellt. Außerdem können Sie so entscheiden, welcher Ansatz für Ihre App am besten geeignet ist.
Mit dem Google Picker wird ein übersichtliches Dialogfeld zum Öffnen von Dateien für Informationen bereitgestellt, die in Google Drive gespeichert sind. So können Nutzer Fotos, Videos und Dokumente aus ihrem Drive-Konto auswählen oder hochladen, ohne Ihre Anwendung verlassen zu müssen.
Die Google Picker API ist die technische Schnittstelle, die zum Implementieren der Google-Dateiauswahl in Ihrer App verwendet wird. Wenn Sie die Google Picker API verwenden, erstellen Sie eine vertraute Schnittstelle, die die Komplexität der Authentifizierung und des Durchsuchens von Dateien übernimmt und bestimmte Dateimetadaten (z. B. IDs und URLs) an Ihre App zurückgibt, sobald ein Nutzer eine Auswahl trifft.
Gängige Anwendungsfälle
Der Google Picker ist vielseitig und kann an verschiedene Anwendungs-Workflows angepasst werden:
- Alternative zum Hochladen von Dateien: Nutzer können eine Datei direkt über die Google-Auswahl in Drive hochladen.
- Tools für die Zusammenarbeit: Nutzer können bestimmte Google-Dokumente oder Google-Tabellen mit einer Projektmanagementaufgabe oder einem gemeinsamen Kalendertermin verknüpfen.
- Asset-Anhänge: Mit dem Google Picker können Nutzer unterstützende Dokumente aus Drive an einen Spesenabrechnungs- oder Supportticket anhängen.
Vergleich von Web-Apps mit Desktop- und mobilen Apps
Die Hauptfunktionen bleiben zwar gleich, die Implementierung der Google Picker API unterscheidet sich jedoch je nachdem, wo Ihre App ausgeführt wird. In der folgenden Vergleichstabelle sind die technischen und funktionalen Unterschiede bei der Implementierung für Web-Apps im Vergleich zu Desktop- und mobilen Apps aufgeführt.
| Funktion | Web-Apps | Desktop- und mobile Apps |
|---|---|---|
| Primäre Technologie | Clientseitige JavaScript-Bibliothek. | OAuth 2.0-URL-Parameter und HTTP-Weiterleitungen. |
| Rendering | Die Funktion wird in das vorhandene UI-Layout der App eingebunden. | Wird in einem neuen Tab des Standardbrowsers des Nutzers geöffnet. Sie können nicht mehr in einer eingebetteten Webansicht angezeigt werden. |
| Authentifizierungsablauf | Erfordert ein bestimmtes Zugriffstoken, das über setOAuthToken übergeben wird. |
Wird ausgelöst, wenn der OAuth-Anfrage trigger_onepick=true hinzugefügt wird. |
| Antwortmethode | Direkte JavaScript-Callbacks. | Weiterleitungs-URIs oder benutzerdefinierte URL-Schemas. |
| Bereiche | Flexibel; kann drive.file, drive.readonly usw. verwenden. |
Streng; nur drive.file ist zulässig und kann nicht mit anderen Bereichen kombiniert werden. |
| Konfiguration | Verwendet die flüssige PickerBuilder-Schnittstelle in JavaScript. |
Verwendet Abfragestringparameter in der Autorisierungs-URL. |
Der Nutzer muss angemeldet sein, wenn er auf die Google-Auswahl zugreift.
Die wichtigsten strategischen Unterschiede sind:
- Web-Apps sind für hohe Interaktivität und umfassende Anpassungsmöglichkeiten konzipiert, z. B. für bestimmte Ansichten nach Dateityp und die Beschränkung der Ansicht auf bestimmte Drive-Ordner.
- Desktop- und mobile Apps sind auf Sicherheit und Einfachheit ausgelegt. Sie verwenden den Systembrowser, um die Authentifizierung und Dateiauswahl in einem einzigen, einheitlichen Ablauf zu verarbeiten.
Weitere Informationen
- Google Picker in Webanwendungen einbinden
- Google Picker in Desktop- und mobile Apps einbinden
- Google Picker in Google Apps Script verwenden
- Google Drive API-Bereiche auswählen