Best Practices für Videos

Videos sind ein immer beliebter werdendes Format für die Erstellung und Nutzung von Inhalten im Web. Google indexiert Videos für Millionen von verschiedenen Websites und stellt sie Nutzern zur Verfügung. Videos können an verschiedenen Stellen auf Google erscheinen, z. B. auf der Hauptseite der Suchergebnisse, in den Videosuchergebnissen, in Google Bilder und in Discover:

Screenshot mit Videoinhalten in den Google-Suchergebnissen, auf dem Tab „Video“ und in Discover

Mit den folgenden Best Practices kannst du deine Videos optimieren und auf Google präsentieren:

  1. Google dabei unterstützen, deine Videos zu finden
  2. Dafür sorgen, dass deine Videos indexiert werden können
  3. Zulassen, dass Google Inhaltsdateien deiner Videos abruft
  4. Bestimmte Videofunktionen aktivieren
  5. Videos bei Bedarf entfernen, eingeschränkt verfügbar machen oder aktualisieren

Google dabei unterstützen, deine Videos zu finden

  • Achte darauf, dass alle Videos auf einer öffentlichen Webseite verfügbar sind, damit Nutzer das Video ansehen können. Kontrolliere auch, dass die Seite nicht durch robots.txt- oder noindex-Metadaten blockiert wird. Auf diese Weise kann Google deine Seite finden und indexieren.
  • Füge dein Video in ein geeignetes HTML-Tag ein. Google kann ein Video auf deiner Seite einfacher finden, wenn sich ein HTML-Tag darin befindet, z. B. <video>, <embed>, <iframe> oder <object>.
  • Sende eine Video-Sitemap, damit Google deine Videos noch leichter finden kann.
  • Achte darauf, dass auf der Seite keine komplexen Nutzeraktionen oder bestimmten URL-Fragmente geladen werden müssen. Ansonsten kann Google deine Videos möglicherweise nicht finden.
    • Verwende für Hauptinhalte kein Lazy Loading nach Nutzerinteraktion. Der Googlebot kann nicht alle Inhalte finden, für die eine Nutzerinteraktion erforderlich ist (z. B. Wischen, Klicken oder Tippen). Stelle deshalb sicher, dass Lazy-Loading-Inhalte für Google sichtbar sind.
    • Wenn du zu kompliziertes JavaScript verwendest, um Videoobjekte nur unter bestimmten Umständen aus JavaScript einzubetten, kann es auch sein, dass Google deine Videos nicht richtig indexieren kann.
    • URLs für Inhalte oder Landingpages, die Fragmentbezeichner benötigen, werden nicht unterstützt.
    • Sorge dafür, dass deine Videos auf deinen Videoseiten sichtbar und leicht zu finden sind. Wir empfehlen, für jedes Video eine eigenständige Seite mit einem beschreibenden Titel oder einer spezifischen Beschreibung für jedes einzelne Video zu verwenden. Achte darauf, dass Videos auf der Seite auffällig platziert und nicht versteckt oder schwer zu finden sind.

Eingebettete Player von Drittanbietern

Wenn auf deiner Website Videos von Drittanbieterplattformen wie YouTube, Vimeo oder Facebook eingebettet sind, kann Google das Video sowohl auf deiner Webseite als auch auf der entsprechenden Seite der Drittanbieter-Hostingwebsite indexieren. Beide Versionen können in Videofunktionen bei Google angezeigt werden.

Für deine eigene Seite, auf der du den Drittanbieter-Player eingebettet hast, empfehlen wir auch künftig die Angabe strukturierter Daten. Außerdem kannst du diese Seiten in deine Video-Sitemaps einbinden. Wende dich an deinen Videohost, um dafür zu sorgen, dass Google die Datei mit deinen Videoinhalten abrufen kann. Dies wird z. B. von YouTube für öffentliche Videos unterstützt.

Dafür sorgen, dass deine Videos indexiert werden können

Sobald Google ein Video auf einer Seite entdeckt hat, sind zusätzliche Informationen erforderlich, damit es in Videofunktionen erscheinen kann.

Hochwertige Miniaturansichten erstellen

Damit ein Video in den Videofunktionen von Google angezeigt werden kann, muss dafür eine gültige Miniaturansicht verfügbar sein. Andernfalls wird die Seite zwar indexiert, jedoch nur als blauer Link angezeigt.

Du kannst Google erlauben, eine Miniaturansicht zu erstellen, oder auf diese Arten eine zur Verfügung stellen:

Unterstützte Formate für Miniaturansichten: Hier findest du eine Liste der von Google Bilder unterstützten Formate.

Größe: Mindestens 60 × 30 Pixel bevorzugt

Speicherort: Die Datei der Miniaturansicht muss für den Googlebot zugänglich sein. Blockiere die Datei nicht mit robots.txt oder einer Anmeldeanforderung. Die Datei muss unter einer stabilen URL verfügbar sein.

Strukturierte Daten zur Verfügung stellen

Stelle strukturierte Daten zur Verfügung, um dein Video zu beschreiben. So kann Google das Video besser verstehen und bei relevanten Suchanfragen anzeigen. Achte darauf, dass alle Informationen, die du in den strukturierten Daten angibst, mit dem tatsächlichen Videoinhalt übereinstimmen. Sorge dafür, dass du für jedes Video auf deiner Website gesonderte Miniaturansichten, Titel und Beschreibungen verwendest.

Zulassen, dass Google Inhaltsdateien deiner Videos abruft

Eine Videoseite kann zwar indexiert und auf Google angezeigt werden, Google muss aber selbst die Videodatei abrufen, um den Videoinhalt zu verstehen und Funktionen wie Videovorschauen und wichtige Momente zu aktivieren.

Folge diesen Best Practices, damit Google die Dateien mit deinen Videoinhalten abrufen kann:

  • Verwende strukturierte Daten, um den contentURL-Wert in einem unterstützten Dateiformat zur Verfügung zu stellen.
  • Du solltest nicht blockieren, dass Google die Streamingdatei des Videos abruft. Beispielsweise sollte die URL für den Videoinhalt oder Domain des Videos mit dem noindex-Tag oder der robots.txt-Datei nicht blockiert werden.
  • Die Hostseite des Videos und der Server, von dem das aktuelle Video gestreamt wird, müssen genug Bandbreite für das Crawlen haben. Wenn deine Landingpage unter example.com/puppies.html ein eingebettetes Video über Welpen enthält, das über somestreamingservice.com bereitgestellt wird, müssen example.com und somestreamingservice.com für Google zugänglich sein und über freie Serverlast verfügen.
  • Die Videodatei muss unter einer stabilen URL verfügbar sein.

Unterstützte Videocodierungen

Google kann die folgenden Videodateitypen abrufen: 3GP, 3G2, ASF, AVI, DivX, M2V, M3U, M4V, MKV, MOV, MP4, MPEG, OGV, QVT, RAM, RM, VOB, WebM, WMV, XAP.

Stabile URLs für Video- und Miniaturansichtdateien verwenden

Einige CDNs verwenden für Video- und Miniaturansichtdateien schnell ablaufende URLs. Diese URLs verhindern unter Umständen, dass Google deine Videos indexiert oder die Videodateien abruft.

Verwende für jedes Video eine eindeutige und stabile URL. Dadurch kann Google die Videos konsistent finden und verarbeiten, überprüfen, ob sie weiterhin verfügbar sind, und korrekte Signale für die Videos sammeln.

Wenn du befürchtest, dass böswillige Akteure auf deine Inhalte zugreifen, kannst du den Googlebot online oder offline verifizieren, bevor eine stabile Version deiner Medien-URLs angezeigt wird.

Welche URL ist welche?

Es gibt mehrere URLs, die mit einer Videodatei auf der Seite verknüpft werden können. Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung der meisten dieser URLs:

Diagramm der URLs auf einer Seite
Tag Beschreibung
1
  • <loc>
    (Video-Sitemap-Tag)

Die URL der Seite, auf der das Video gehostet wird. Beispiel:

<loc>https://example.com/news/worlds-biggest-cat.html</loc>

2
  • VideoObject.embedUrl
    (strukturierte Daten)
  • <video:player_loc>
    (Video-Sitemap-Tag)
  • <iframe src="...">

Die URL des benutzerdefinierten Players. Das ist häufig der src-Wert eines <iframe>- oder <embed>-Tags auf der Seite. Beispiel:

<video:player_loc>
https://archive.example.org/cats/1234</video:player_loc>

3
  • <video src="...">
    (HTML-Tag)
  • <embed src="...">
    (HTML-Tag)
  • <video:content_loc>
    (Video-Sitemap-Tag)
  • VideoObject.contentUrl
    (strukturierte Daten)

Die URL der tatsächlichen Inhaltsbytes, entweder auf der lokalen Website oder in einem Streamingdienst. Beispiel:

<video src="videos.example.com/cats/1234.mp4">

Bestimmte Videofunktionen aktivieren

Videovorschauen

Google wählt einige Sekunden aus deinem Video aus, um eine sich bewegende Vorschau anzuzeigen. So können Nutzer besser verstehen, was sie in deinem Video zu sehen bekommen. Damit diese Funktion für deine Videos aktiviert werden kann, musst du es Google erlauben, deine Videodateien abzurufen. Die maximale Dauer dieser Videovorschauen kannst du mit dem max-video-preview-Robots-Meta-Tag festlegen.

Videovorschau in den Suchergebnissen

Wichtige Momente

Die Funktion „Wichtige Momente“ bietet Nutzern die Möglichkeit, einzelne Videoabschnitte wie Buchkapitel aufzurufen. Dadurch befassen sie sich möglicherweise noch eingehender mit deinen Inhalten. Die Google Suche versucht, die verschiedenen Abschnitte deines Videos automatisch zu erkennen und Nutzern wichtige Momente zu zeigen, ohne dass du etwas tun musst. Alternativ kannst du Google auch manuell über die wichtigen Punkte deines Videos informieren.

  • Wenn dein Video auf deiner Webseite gehostet wird, gibt es zwei Möglichkeiten, diese Funktion zu aktivieren:
    • Strukturierte Daten vom Typ Clip: Für jedes Segment wird der genaue Start- und Endpunkt sowie das Label angegeben, das angezeigt werden soll.
    • Strukturierte Daten vom Typ SeekToAction: Google wird mitgeteilt, wo sich in deiner URL-Struktur normalerweise die Zeitstempel befinden. So erkennt Google automatisch die wichtigen Momente und kann Nutzern Links zu den entsprechenden Stellen im Video zur Verfügung stellen.
  • Wenn dein Video auf YouTube gehostet wird, kannst du die genauen Zeitstempel und Labels in der Videobeschreibung auf YouTube angeben. Sieh dir die Best Practices zum Auszeichnen von Zeitstempeln auf YouTube an.

Verwende das Meta-Tag nosnippet, um die Funktion „Wichtige Momente“ vollständig zu deaktivieren (einschließlich aller Maßnahmen, die Google möglicherweise trifft, um automatisch wichtige Momente deines Videos anzuzeigen).

Video mit wichtigen Momenten in den Suchergebnissen

Live-Logo

Bei Livestreams kannst du ein rotes „LIVE“-Logo aktivieren, das in den Suchergebnissen angezeigt wird, indem du BroadcastEvent strukturierte Daten und die Indexing API verwendest.

Video mit LIVE-Logo in den Suchergebnissen

Videos entfernen oder einschränken

Videos entfernen

Führe einen der folgenden Schritte aus, um ein Video von deiner Website zu entfernen:

  • Gib den HTTP-Statuscode 404 (Not found) für jede Landingpage zurück, die ein entferntes oder abgelaufenes Video enthält. Zusätzlich zum 404-Antwortcode kannst du trotzdem den HTML-Code der Seite zurückgeben, um deine Nutzer besser über die Änderung zu informieren.
  • Füge auf jeder Landingpage, die ein entferntes oder abgelaufenes Video enthält, ein noindex-Robots-Meta-Tag ein. Dies verhindert, dass die Landingpage indexiert werden kann.
  • Gib ein Ablaufdatum in deinen strukturierten schema.org-Daten (der expires-Property ) oder der Video-Sitemap (verwende das <video:expiration_date>-Element) an. Hier ist ein Beispiel für eine Video-Sitemap mit einem Video, das im November 2009 abgelaufen ist:
    <urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
            xmlns:video="http://www.google.com/schemas/sitemap-video/1.1">
      <url>
        <loc>http://www.example.com/videos/some_video_landing_page.html</loc>
        <video:video>
          <video:thumbnail_loc>
             http://www.example.com/thumbs/123.jpg
          </video:thumbnail_loc>
          <video:title>
             Grilling steaks for summer
          </video:title>
          <video:description>
             Bob shows you how to grill steaks perfectly every time
          </video:description>
          <video:player_loc>
              http://www.example.com/videoplayer?video=123
          </video:player_loc>
          <video:expiration_date>2009-11-05T19:20:30+08:00</video:expiration_date>
        </video:video>
      </url>
    </urlset>

Wenn Google ein Video mit einem Ablaufdatum in der Vergangenheit sieht, wird das Video nicht in Suchergebnissen angezeigt. Die Landingpage wird möglicherweise weiterhin als Webergebnis ohne Video-Miniaturansicht angezeigt. Dazu gehören auch Angaben zum Ablaufdatum aus Sitemaps, strukturierten Daten und Meta-Tags im Website-Header. Achte darauf, dass diese Daten für alle Videos korrekt sind. Ein Ablaufdatum ist zwar nützlich, wenn dein Video nach diesem Datum nicht mehr verfügbar sein soll, es kann jedoch schnell passieren, dass das Ablaufdatum für ein verfügbares Video versehentlich auf ein vergangenes Datum gesetzt wird. Wenn ein Video nicht abläuft, mach keine Angaben zum Ablaufdatum.

Videos basierend auf dem Standort des Nutzers einschränken

Du kannst die Suchergebnisse für dein Video je nach Standort des Nutzers einschränken. Wenn für dein Video keine länderspezifischen Einschränkungen gelten, lass die entsprechenden Tags weg.

Mithilfe von strukturierten Daten einschränken

Wenn du strukturierte VideoObject-Daten verwendest, um ein Video zu beschreiben, gibst du anhand der regionsAllowed-Property an, in welchen Regionen das Video in den Suchergebnissen erscheinen soll. Lässt du diese Property weg, erscheint das Video überall in den Suchergebnissen.

Mithilfe einer Video-Sitemap einschränken

In einer Video-Sitemap kannst du mithilfe des <video:restriction>-Tags zulassen oder verhindern, dass das Video in bestimmten Ländern erscheint. Pro Videoeintrag ist nur ein <video:restriction>-Tag zulässig.

Das <video:restriction>-Tag muss einen oder mehrere durch Leerzeichen voneinander getrennte Ländercodes im ISO 3166-Format enthalten. Das erforderliche relationship-Attribut definiert die Art der Einschränkung.

  • relationship="allow": Das Video kann nur in den angegebenen Ländern angezeigt werden. Wurden keine Länder festgelegt, erscheint das Video nirgendwo.
  • relationship="deny": Das Video kann überall angezeigt werden, außer in den angegebenen Ländern. Wurden keine Länder festgelegt, erscheint das Video überall.

In diesem Beispiel für eine Video-Sitemap wird das Video nur in Suchergebnissen in Kanada und Mexiko angezeigt.

<url>
  <loc>http://www.example.com/videos/some_video_landing_page.html</loc>
  <video:video>
    <video:thumbnail_loc>
           http://www.example.com/thumbs/123.jpg
    </video:thumbnail_loc>
    <video:title>Grilling steaks for summer</video:title>
    <video:description>
        Bob shows you how to get perfectly done steaks every time
    </video:description>
    <video:player_loc>
          http://www.example.com/player?video=123
    </video:player_loc>
    <video:restriction relationship="allow">ca mx</video:restriction>
  </video:video>
</url>

SafeSearch ist eine Einstellung in Google-Nutzerkonten, mit der festgelegt wird, ob explizite Bilder, Videos und Websites in den Google-Suchergebnissen angezeigt oder blockiert werden sollen. Sorge dafür, dass Google erkennen kann, um was für Videos es sich handelt, um ggf. SafeSearch-Einstellungen auf deine Videos anwenden zu können.

Nicht jugendfreie Videos an einem gemeinsamen URL-Speicherort gruppieren

Wenn deine Website Videos nur für Erwachsene enthält, empfehlen wir dringend, die Videos getrennt von anderen Videos auf deiner Website zu gruppieren. Beispiel: http//www.beispiel.de/nichtjugendfrei/video.mp4

Nicht jugendfreien Seiten Metadaten hinzufügen

Unsere Algorithmen verwenden vielerlei Anhaltspunkte, um zu entscheiden, ob ein Video oder eine ganze Seite aus den Ergebnissen gefiltert wird, wenn der Nutzer den SafeSearch-Filter aktiviert hat. Im Fall von Videos werden einige dieser Anhaltspunkte durch maschinelles Lernen ermittelt, aber die SafeSearch-Algorithmen beziehen auch einfachere Dinge mit ein, z. B. wo und in welchem Kontext das Video zuvor verwendet wurde.

Einer der stärksten Anhaltspunkte sind Seiten, die sich selbst als nicht jugendfrei einstufen. Wenn du Inhalte nur für Erwachsene veröffentlichst, empfehlen wir dir, deinen Seiten eines der folgenden Meta-Tags hinzuzufügen:

<meta name="rating" content="adult" />
<meta name="rating" content="RTA-5042-1996-1400-1577-RTA" />

Viele Nutzer ziehen es vor, in ihren Suchergebnissen keine nicht jugendfreien Inhalte anzeigen zu lassen (vor allem, wenn Kinder dasselbe Gerät verwenden). Mit einem dieser Meta-Tags ist deine Seite nutzerfreundlicher, weil keine unerwarteten oder unerwünschten Ergebnisse angezeigt werden.