Website mit URL-Änderungen migrieren

In diesem Artikel erfährst du, wie du die URLs bestehender Seiten deiner Website änderst und dabei die Auswirkungen auf deine Google-Suchergebnisse so gering wie möglich hältst. Beispiele für diese Art von Websitemigrationen:

  • Änderung der URL von HTTP zu HTTPS
  • Änderung des Domainnamens, z. B. von example.com zu example.net, oder Zusammenführen mehrerer Domains oder Hostnamen
  • Änderung der URL-Pfade: example.com/page.php?id=1 zu example.com/widget oder example.com/page.html zu example.com/page.htm

Übersicht

  1. Lies dir die grundlegenden Informationen zur Websitemigration durch. Dort erfährst du, was auf dich zukommt und wie sich die Migration auf Nutzer und das Ranking auswirken kann. Wenn du von HTTP zu HTTPS migrierst, lies dir die Best Practices für HTTPS durch.
  2. Bereite die neue Website vor und teste sie gründlich.
  3. Bereite eine URL-Zuordnung vor, bei der die aktuellen URLs in das entsprechende neue Format übertragen werden.
  4. Starte die Websitemigration, indem du den Server so konfigurierst, dass Nutzer von den alten zu den neuen URLs weitergeleitet werden.
  5. Beobachte den Traffic der alten und der neuen URLs.

FAQ für Websitemigrationen mit URL-Änderungen

  • Sollte ich alles auf einmal migrieren oder kann ich die Migration schrittweise vornehmen?
    Es ist kein Problem, eine Website Schritt für Schritt zu migrieren.
  • Wie kann ich testen, wie viele Seiten indexiert wurden?
    Verifiziere die Daten für jede Property separat in der Search Console. Einen allgemeinen Überblick erhältst du im Bericht „Indexierungsstatus“. Im Sitemaps-Bericht kannst du sehen, wie viele der URLs, die in einer Sitemap eingereicht wurden, indexiert wurden.
  • Wie lange dauert es, bis Google meine URL-Änderungen übernimmt?
    Die Crawling-Frequenz ist nicht festgelegt. Sie hängt von der Größe deiner Website und der maximal möglichen Crawling-Geschwindigkeit ab. Die Erfassung erfolgt URL für URL.
  • Wird meine Website in Bezug auf Links niedriger eingestuft, wenn ich auf neue URLs weiterleite?
    Nein, 301- oder 302-Weiterleitungen haben keine Auswirkungen auf den PageRank.

Migration von HTTP zu HTTPS

  • Lies die Best Practices für die Implementierung von HTTPS.
  • Prüfe, ob du die HTTPS-Property der Search Console hinzugefügt hast. Die Search Console behandelt HTTP und HTTPS getrennt. Daten für diese Properties sind in der Search Console nicht sichtbar. Falls du also Seiten mit beiden Protokollen hast, benötigst du für jede Seite eine eigene Search Console-Property.
  • Hier findest du weitere FAQ dazu, wie du Seiten von HTTP zu HTTPS migrierst:

    FAQ zur Migration von HTTP zu HTTPS

    Beeinflusst die HTTPS-Migration mein Ranking?

    Wie bei allen Migrationen kann sich auch hier eine gewisse Schwankung beim Ranking einstellen. Wir empfehlen, dass du dir die Best Practices für die Implementierung von HTTPS durchliest, um Probleme, die häufig bei HTTPS auftreten, zu vermeiden.

    HTTPS-Websites haben beim Ranking leichte Vorteile, erwarte aber keine größeren Veränderungen. Google betrachtet HTTPS als positives Signal beim Ranking. Dieses Signal ist allerdings nur eines von vielen, dem gegenwärtig nicht so viel Bedeutung beigemessen wird wie Websiteinhalten von hoher Qualität. Rechne deshalb beim Wechsel zu HTTPS kurzfristig nicht mit einem wesentlichen Vorteil bei der SEO. Langfristig ist es möglich, dass HTTPS beim Ranking stärker gewichtet wird.

    Ist es möglich, nur einige Seiten zu HTTPS zu migrieren?

    Ja, das ist möglich. Du kannst einen Teil deiner Website umstellen, diesen dann testen und in deinem eigenen Tempo fortfahren.

    Wenn du schrittweise von HTTP zu HTTPS migrierst und eine frühzeitige Indexierung der aktuellen URLs vermeiden möchtest, empfehlen wir den Einsatz von rel=canonical anstelle von Weiterleitungen. Mit Weiterleitungen lassen sich die weitergeleiteten Seiten nicht testen.

    Welches Zertifikat benötige ich?

    Für die Google-Suche kannst du jedes aktuelle Zertifikat nutzen, das von modernen Browsern akzeptiert wird.

    Werden mir Keywords für Suchanzeigen für meine HTTPS-Website angezeigt?

    Die Einblendung von Keywords für Suchanzeigen wird durch HTTPS nicht beeinflusst. Du kannst dir weiterhin Suchanfragen in der Search Console anzeigen lassen,

    Ich verweise in der robots.txt auf meine HTTP-Sitemaps. Sollte ich die robots.txt aktualisieren, um meine neuen HTTPS-Sitemaps zu berücksichtigen?

    Wir empfehlen die Nutzung von separaten robots.txt-Dateien für HTTP und HTTPS, die auf die entsprechenden Sitemap-Dateien verweisen. Darüber hinaus sollten einzelne URLs jeweils nur in einer Sitemap-Datei angeben werden.

    In welcher Sitemap sollte der Bereich während des HTTPS-Testlaufs zugeordnet werden?

    Du kannst eine separate Sitemap für den aktualisierten Bereich deiner Website erstellen. Dadurch kannst du die Indexierung des zu testenden Bereichs besser beobachten. Achte jedoch darauf, dass du die URLs nicht in anderen Sitemaps angibst.

    Welche URLs sollten in meinen Sitemaps angegeben werden, wenn ich Weiterleitungen von HTTP zu HTTPS oder umgekehrt eingerichtet habe?

    Gib unabhängig von Weiterleitungen, die stattfinden, wenn ein Nutzer die Seite aufruft, in deiner HTTP-Sitemap alle HTTP-URLs und in deiner HTTPS-Sitemap alle HTTPS-URLs an. Wenn du in deiner Sitemap Seiten unabhängig von Weiterleitungen angibst, können Suchmaschinen die neuen URLs schneller finden.

    Muss ich in der robots.txt für die HTTPS-Version weitere Informationen angeben?

    Nein.

    Sollte ich HSTS unterstützen?

    HSTS erhöht die Sicherheit, aber auch die Komplexität deiner Rollbackstrategie. Weitere Informationen findest du in den Best Practices für die Implementierung von HTTPS.

    Ich verwende für meine gesamte Website eine einzige Google News-Sitemap. Was muss ich beachten, wenn ich meine Website schrittweise migriere?

    Wenn du für den neuen HTTPS-Bereich eine Google News-Sitemap verwenden möchtest, musst du das Google News-Team kontaktieren und es über die Änderung des Protokolls informieren. Danach kannst du, wenn du die einzelnen Bereiche deiner Website zu HTTPS migrierst, in der Search Console in deiner HTTPS-Property eine neue Google News-Sitemap einreichen.

    Gibt es bei einer HTTPS-Migration besondere Empfehlungen für das Google News Publisher Center?

    Eine Migration von HTTP zu HTTPS wird im Google News Publisher Center transparent abgewickelt. Im Allgemeinen musst du aus Sicht von Google News gar nichts tun, außer du verwendest News-Sitemaps. Kontaktiere in diesem Fall das Google News-Team und informiere es über die Änderung. Du kannst das Team auch darüber informieren, wenn du Bereiche änderst. Migrierst du zum Beispiel zu HTTPS, kannst du angeben, dass http://example.com/section zu https://example.com/section wird.

Neue Website vorbereiten

Die Details bei der Vorbereitung der Website im Vorfeld einer Websitemigration sind immer unterschiedlich, normalerweise ist aber mindestens einer der folgenden Schritte notwendig:

  • Richte ein neues CMS (Content Management System) ein und füge Inhalte hinzu.
  • Übertrage Bilder und Downloads, etwa PDF-Dokumente, die du derzeit hostest.
    Möglicherweise erzeugen diese Dateien über die Google Suche oder Links bereits Traffic. Daher ist es empfehlenswert, Nutzer und den Googlebot über den neuen Pfad zu informieren.
  • Bei einer Migration zu HTTPS besorgst und konfigurierst du die erforderlichen TLS-Zertifikate auf deinem Server.

robots.txt für die neue Website einrichten

In der robots.txt einer Website legst du fest, welche Bereiche der Googlebot crawlen darf. Blockiere nach Bedarf das Crawling bestimmter Bereiche deiner neuen Website, indem du in der robots.txt entsprechende Anweisungen definierst.

Einige Websiteinhaber blockieren während der Entwicklungsphase das Crawling vollständig. Falls du diese Strategie verfolgst, erstelle vorab eine weitere robots.txt, die zu Beginn der Websitemigration einsatzbereit ist. Ähnliches gilt, wenn du während der Entwicklungsphase noindex-Anweisungen verwendest: Erstelle eine Liste der URLs, für die zu Beginn der Websitemigration die noindex-Anweisungen entfernt werden sollen.

Fehlermeldungen für gelöschte oder zusammengeführte Inhalte zur Verfügung stellen

Achte darauf, dass bei den URLs alter Websiteinhalte, die nicht in die neue Website aufgenommen werden, ordnungsgemäß der HTTP-Fehlercode 404 oder 410 zurückgegeben wird. Du kannst im Konfigurationsbereich deiner neuen Website festlegen, dass der Fehlercode bei der alten URL zurückgeben wird, oder du kannst eine Weiterleitung für eine neue URL erstellen und dort den HTTP-Fehlercode zurückgeben lassen.

Prüfen, ob die Einstellungen in der Search Console korrekt festgelegt sind

Für eine erfolgreiche Websitemigration sind korrekte und aktuelle Search Console-Einstellungen erforderlich.

Bestätige in der Search Console, dass du der Inhaber der alten und der neuen Websites bist, falls du das noch nicht getan hast. Achte darauf, deine Inhaberschaft für alle Varianten der alten und neuen Websites zu bestätigen. So solltest du beispielsweise sowohl für www.example.com als auch für example.com bestätigen, dass du der Inhaber bist, und dies auch für die HTTPS- und HTTP-Websitevarianten angeben, wenn du HTTPS-URLs verwendest. Die Inhaberschaft muss außerdem sowohl für die alten als auch die neuen Websites bestätigt werden.

Bestätigung in der Search Console prüfen

Kontrolliere, ob nach der Websitemigration deine Bestätigung in der Search Console weiterhin gültig ist. Falls du eine andere Bestätigungsmethode verwendest, denk daran, dass für eine geänderte URL möglicherweise ein neues Bestätigungstoken erforderlich ist.

Wenn du in der Search Console deine Inhaberschaft durch Hochladen einer HTML-Datei bestätigst, musst du deine aktuelle Bestätigungsdatei der neuen Website hinzufügen.

Ähnliches gilt, falls du zur Bestätigung der Inhaberschaft eine Include-Datei verwendest, die hierzu auf ein Meta-Tag oder Google Analytics verweist: Achte darauf, dass die CMS-Kopie ebenfalls eine solche Datei enthält.

Konfigurierte Einstellungen in der Search Console prüfen

Falls du in der Search Console einige Konfigurationseinstellungen für deine alte Website geändert hattest, denk daran, die Einstellungen für die neue Website entsprechend zu aktualisieren. Beispiel:

  • URL-Parameter: Falls du URL-Parameter zur Steuerung des Crawlings oder der Indexierung deiner alten URLs konfiguriert hattest, übernimm diese Einstellungen bei Bedarf auch für die neue Website.
  • Geografische Ausrichtung: Möglicherweise ist deine alte Website geografisch ausgerichtet, zum Beispiel durch eine Domain, die eine geografische Ausrichtung ermöglicht, oder durch eine Top-Level-Domain mit Ländercode (etwa .co.uk). Wende dieselbe Einstellung auf die neue Website an, wenn du eine Ausrichtung auf dieselbe Region wünschst. Falls du mit der Websitemigration jedoch einen globalen Webauftritt anstrebst, der nicht auf ein Land oder eine Region beschränkt sein soll, wähle auf der Seite „Websiteeinstellungen“ in der Drop-down-Liste die Option Nicht gelistet aus.
  • Crawling-Frequenz: Wir empfehlen, die Crawling-Frequenz des Googlebot in der Search Console sowohl für alte als auch neue URLs unbegrenzt zu lassen. Nimm am besten keine Einstellung für die Crawling-Frequenz vor. Leg nur dann einen Wert fest, wenn du weißt, dass deine Website die Crawling-Frequenz des Googlebot nicht bewältigen kann. Solltest du die Crawling-Frequenz des Googlebot bereits für deine alte Website herabgesetzt haben, kann es sinnvoll sein, diese Einstellung rückgängig zu machen. Die Algorithmen von Google erkennen Websitemigrationen automatisch und das Crawling-Verhalten des Googlebot wird so angepasst, dass sie zügig in den Index übernommen werden.
  • Backlinks für ungültig erklären: Falls du eine Datei hochgeladen hast, mit der Links auf deiner alten Website für ungültig erklärt werden, lade die Datei am besten noch einmal über das Search Console-Konto der neuen Website hoch.

Kürzlich gekaufte Domain bereinigen

Falls deine neue Website unter einer kürzlich gekauften Domain veröffentlicht werden soll, solltest du prüfen, ob für die Domain eventuell noch Probleme bestehen, die auf den vorherigen Inhaber zurückzuführen sind. Prüfe die folgenden Einstellungen:

Webanalyse durchführen

Bei einer Websitemigration ist es wichtig, den Traffic auf der alten und auf der neuen Website zu analysieren. Hierbei kann Webanalysesoftware hilfreich sein. Normalerweise besteht eine Webanalysekonfiguration aus JavaScript-Code, der in deine Seiten eingebettet ist. Die Details für die Beobachtung verschiedener Websites richten sich nach der jeweiligen Analysesoftware und deren Einstellungen für die Protokollierung, Verarbeitung und Filterung. Genaueres erfährst du beim Anbieter deiner Analysesoftware. Solltest du ohnehin geplant haben, die Konfiguration deiner Analysesoftware zu ändern, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt. Falls du Google Analytics verwendest, kann es sinnvoll sein, ein neues Profil für deine neue Website zu erstellen, sofern du eine klare Trennung in deinen Inhaltsberichten wünschst.

Dafür sorgen, dass der Server genügend Rechenressourcen hat

Nach einer Migration wird Google deine neue Website verstärkt crawlen. Das liegt daran, dass deine Website Traffic von der alten zur neuen Website weiterleitet. So werden auch alle Crawling-Vorgänge der alten Website zur neuen weitergeleitet und kommen deshalb zu den regulären Crawling-Vorgängen hinzu. Die Kapazität deiner neuen Website muss ausreichen, um den erhöhten Traffic von Google zu bewältigen.

Data Highlighter aktualisieren

Wenn du deine alten Seiten mit Data Highlighter zugeordnet hast, musst du die Zuordnungen für die neue Website noch einmal vornehmen.

Sobald deine HTTPS-Seiten fertig sind, aktualisiere alle App-Links, mit denen deine Webseiten in einer App geöffnet werden sollen, wenn sie in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden. Überarbeite diese Links so, dass sie auf die neuen HTTPS-URLs verweisen. Weiterleitungen funktionieren hier nicht. Bei Aufrufen in einem mobilen Browser wird die betreffende Seite im Browser statt in der App geöffnet, es sei denn, du änderst die Handhabung deiner App-Links.

Ein wichtiger Schritt ist die Zuordnung der URLs deiner alten Website zu den URLs der neuen Website. In diesem Abschnitt werden einige allgemeine Ansätze beschrieben, mit denen du die URLs deiner beiden Websites korrekt erfassen und leichter zuordnen kannst. Wie du bei der Zuordnung im Einzelnen vorgehst, hängt von der aktuellen Infrastruktur deiner Website und von den Details der Websitemigration ab.

URL-Zuordnung vorbereiten

Ein wichtiger Schritt ist die Zuordnung der URLs deiner alten Website zu den URLs der neuen Website. In diesem Abschnitt werden einige allgemeine Ansätze beschrieben, mit denen du die URLs deiner beiden Websites korrekt erfassen und leichter zuordnen kannst. Wie du bei der Zuordnung im Einzelnen vorgehst, hängt von der aktuellen Infrastruktur deiner Website und von den Details der Websitemigration ab.

1. Aktuelle URLs ermitteln

Bei einer ganz einfachen Websitemigration ist es möglicherweise gar nicht erforderlich, eine Liste aktueller URLs zu erstellen. Wenn du zum Beispiel nur den Host deiner Website änderst, etwa von example.com zu example.net, kann eine serverseitige Weiterleitung mit Platzhalter ausreichen.

Bei einer komplexeren Websitemigration ist es erforderlich, eine Liste der alten URLs zu erstellen und diese den neuen URLs zuzuordnen. Wie du eine solche Liste alter URLs erstellst, hängt von der aktuellen Konfiguration deiner Website ab. Hier sind jedoch ein paar hilfreiche Tipps:

  • Beginne mit deinen wichtigen URLs. So ermittelst du sie:
    • Orientiere dich an deinen Sitemaps. Deine wichtigsten URLs wurden wahrscheinlich auf diese Weise in der Search Console eingereicht.
    • Ermittle anhand deiner Serverprotokolle oder Analysesoftware die URLs, die den meisten Traffic haben.
    • Ermittle mit der Funktion Links zu Ihrer Website in der Search Console, auf welche Seiten durch interne und externe Links verwiesen wird.
  • Nutze dein CMS, mit dem sich oft ganz einfach eine Liste aller URLs abrufen lässt, unter denen Inhalte gehostet werden.
  • Prüfe deine Serverprotokolle und such nach URLs, die in letzter Zeit mindestens einmal aufgerufen wurden. Wähle eine sinnvolle Zeitspanne für deine Website aus, die auch saisonale Schwankungen beim Traffic berücksichtigt.
  • Bilder und Videos – Achte darauf, dass du die URLs von eingebetteten Inhalten bei deiner Migrationsplanung berücksichtigst, etwa von Videos und Bildern sowie von JavaScript- und CSS-Dateien. Diese URLs müssen ebenso migriert werden wie alle anderen Inhalte deiner Website.

2. Zuordnung zwischen alten und neuen URLs festlegen

Sobald du eine Liste der alten URLs erstellt hast, kannst du festlegen, zu welchen URLs sie jeweils weitergeleitet werden sollen. Wie du die Zuordnung speicherst, hängt von deinen Servern und der Websitemigration ab. Du kannst zum Beispiel eine Datenbank verwenden oder auf deinem System URL-Änderungsregeln für gängige Weiterleitungsmuster konfigurieren.

3. Alle URL-Details aktualisieren

Sobald du die URL-Zuordnung definiert hast, verbleiben noch drei Schritte, um die URL-Zuordnungen für die Migration zu finalisieren.

  1. Aktualisiere die Annotationen im HTML-Code oder Sitemaps-Eintrag der einzelnen Seiten:
    1. Jede Ziel-URL sollte das auf sich selbst verweisende Tag rel="canonical" <link> haben.
    2. Falls die migrierte Website Seiten für verschiedene Sprachen oder Länder enthält, die mit rel-alternate-hreflang-Annotationen versehen sind, aktualisiere sie, sodass die neuen URLs verwendet werden.
    3. Wenn für die migrierte Website auch eine mobile Version vorhanden ist, aktualisiere die rel-alternate-media-Annotationen. Weitere Informationen findest du in unseren Richtlinien für Websites, die für Smartphones optimiert wurden.
  2. Aktualisiere interne Links.
    Ändere die internen Links auf der neuen Website von den alten URLs zu den neuen. Anhand der zuvor erstellten Zuordnung kannst du die Links leichter finden und nach Bedarf ändern.
  3. Erstelle und speichere eine Sitemap und Linklisten.
    Erstelle für die Migration folgende Listen:
    • Eine XML-Sitemap-Datei mit den neuen URLs der Zuordnung
    • Eine XML-Sitemap-Datei mit den alten URLs der Zuordnung
    • Eine Liste der Websites, die Links zu deinen aktuellen Inhalten enthalten

    Weitere Informationen zu Sitemaps

4. 301-Weiterleitungen vorbereiten

Sobald du die Zuordnung erstellt hast und deine neue Website bereit ist, richte als Nächstes entsprechend deiner Zuordnung HTTP-301-Weiterleitungen von den alten URLs zu den neuen URLs auf deinem Server ein.

Beachte dabei Folgendes:

  • Verwende HTTP-301-Weiterleitungen. Der Googlebot unterstützt zwar verschiedene Arten von Weiterleitungen, wir empfehlen jedoch, nach Möglichkeit HTTP-301-Weiterleitungen zu verwenden.
  • Vermeide verkettete Weiterleitungen. Der Googlebot und Browser können verketteten Weiterleitungen zwar folgen, z. B. von Seite 1 zu Seite 2 zu Seite 3, wir empfehlen jedoch eine direkte Weiterleitung zur endgültigen Zielseite. Sollte das nicht möglich sein, sollten nur wenige Weiterleitungen verkettet werden, möglichst nur bis zu 3, höchstens aber 4. Durch die Verkettung von Weiterleitungen entstehen für den Nutzer Verzögerungen. Außerdem unterstützen nicht alle Browser lange Verkettungen.
  • Teste die Weiterleitungen. Mit dem URL-Prüftool lassen sich einzelne URLs testen, mithilfe von Befehlszeilentools oder Skripts ist dies auch mit größeren Mengen von URLs möglich.

Websitemigration beginnen

Sobald die URL-Zuordnung korrekt ist und die Weiterleitungen funktionieren, kann die Websitemigration gestartet werden.

  1. Entscheide, wie du die Website migrieren möchtest – in einem Schritt oder abschnittsweise:
    • Kleine und mittelgroße Websites: Wir empfehlen, alle URLs der Website auf einmal zu migrieren und nicht in einzelnen Abschnitten. So können Nutzer besser mit der neuen Website interagieren und unsere Algorithmen können die Websitemigration schneller erkennen und in den Google-Index aufnehmen.
    • Große Websites: Große Websites können bei Bedarf abschnittsweise migriert werden. So können Probleme besser beobachtet, erfasst und schneller behoben werden.
  2. Aktualisiere deine robots.txt:
    • Auf der alten Website: Entferne alle robots.txt-Anweisungen. So kann der Googlebot alle Weiterleitungen zur neuen Website finden und den Google-Index aktualisieren.
    • Auf der neuen Website: Achte darauf, dass das Crawling nicht durch die robots.txt eingeschränkt wird. Auch Bilder, CSS- und JavaScript-Dateien sowie andere Seiteninhalte sollen gecrawlt werden. Die einzige Ausnahme sind die URLs, die du ausdrücklich nicht crawlen lassen möchtest.
  3. [Nur relevant für Migrationen, bei denen nicht von HTTP auf HTTPS umgestellt wird] Reiche in der Search Console eine Adressänderung für die alte Website ein. Wenn du die Website lediglich von HTTP auf HTTPS umstellst, musst du keine Adressänderung einreichen.
  4. Konfiguriere die alte Website so, dass Nutzer und der Googlebot entsprechend der festgelegten URL-Zuordnung zur neuen Website weitergeleitet werden.
  5. Reiche auf der alten Website die beiden Sitemaps mit den alten und den neuen URLs ein, die du zuvor erstellt hast. Dadurch können unsere Crawler die Weiterleitungen von den alten zu den neuen URLs besser erfassen und die Websitemigration wird vereinfacht.
  6. Behalte die Weiterleitungen möglichst lange bei, eventuell sogar ohne zeitliche Begrenzung. Weiterleitungen führen beim Nutzer zu Verzögerungen, daher solltest du deine eigenen Links sowie häufig verwendete Links anderer Websites, die den Nutzer zu neuen URLs weiterleiten, aktualisieren.

Wie schnell der Googlebot und unsere Systeme die verschobenen URLs erkennen und verarbeiten, richtet sich nach der Geschwindigkeit deiner Server und der Zahl der URLs. Im Allgemeinen dauert es bei einer mittelgroßen Website einige Wochen, bis die meisten Seiten migriert sind. Bei größeren Websites kann es länger dauern. Wie schnell der Googlebot und unsere Systeme die migrierten URLs erkennen und verarbeiten, richtet sich nach der Geschwindigkeit deiner Server und der Zahl der URLs.

Versuche unmittelbar zu Beginn der Websitemigration, möglichst viele eingehende Links zu aktualisieren. Dadurch kann die Nutzerfreundlichkeit verbessert und die Serverlast verringern werden. Zu diesen Links gehören folgende:

  • Externe Links: Versuche, die Betreiber der Websites zu kontaktieren, die Links zu deiner Website enthalten. Dazu kannst du die entsprechende von dir erstellte Linkliste zu Hilfe nehmen. Bitte die Inhaber, ihre Links zu aktualisieren, sodass sie auf deine neue Website verweisen. Priorisiere deine Bemühungen entsprechend der Zahl eingehender Besuche für jeden Link.
  • Profillinks, etwa von Facebook, Twitter oder LinkedIn
  • Links in Werbekampagnen, die auf die neuen Zielseiten verweisen sollen

Traffic mit der Search Console beobachten

Die Search Console bietet viele Funktionen, mit denen du die Websitemigration im Blick behalten kannst, darunter folgende:

  • Sitemaps: Reiche die beiden Sitemaps ein, die du zuvor bei der Linkzuordnung erstellt hast. Zu Beginn ist keine der Seiten in der Sitemap mit den neuen URLs im Google-Index enthalten. Dagegen sind viele Seiten in der Sitemap mit den alten URLs indexiert. Mit der Zeit sinkt die Zahl der indexierten Seiten in der Sitemap mit den alten URLs auf null. Bei der Indexierung der neuen URLs ist hingegen ein entsprechender Anstieg zu beobachten.
  • Bericht zur Indexabdeckung: Die Diagramme stellen die Websitemigration dar, das heißt eine Abnahme der URL-Indexierung bei der alten Website und eine Zunahme bei der neuen. Prüfe regelmäßig, ob unerwartete Crawling-Fehler aufgetreten sind.
  • Suchanfragen: Während immer mehr Seiten der neuen Website indexiert werden und ein Ranking erhalten, kannst du in den Berichten zu Suchanfragen sehen, welche URLs der neuen Website bereits Impressionen und Klicks über die Suche erhalten.

Traffic mit anderen Tools beobachten

Prüfe regelmäßig die Zugriffs- und Fehlerprotokolle deiner Server. Achte dabei insbesondere auf das Crawling durch den Googlebot sowie URLs, die unerwartet HTTP-Fehlercodes zurückgeben, und den regulären Nutzertraffic.

Wenn du eine Webanalysesoftware auf deiner Website installiert hast oder dein CMS Analysefunktionen bietet, ist es ebenfalls empfehlenswert, den Traffic auf diese Weise zu prüfen. So kannst du die Zugriffe im Auge behalten, die von der alten auf die neue Website übergehen. Google Analytics bietet unter anderem Echtzeitberichte. Gerade in der Anfangsphase der Websitemigration kann diese Funktion besonders hilfreich sein. Der Traffic sollte bei der alten Website zurückgehen und bei der neuen ansteigen.

Fehlerbehebung bei der Websitemigration

Im Folgenden sind einige häufige Fehler aufgeführt, die bei der Migration einer Website mit URL-Änderungen vorkommen, einschließlich bei der Umstellung von HTTP auf HTTPS. Durch diese Fehler wird deine neue Website unter Umständen nicht vollständig indexiert.

Häufige Fehler

Durch noindex oder die robots.txt blockierte Inhalte

Entferne alle noindex- oder robots.txt-Anweisungen zum Blockieren von Inhalten, die nur für die Migration erforderlich waren.

Es ist kein Problem, wenn du für deine Website keine robots.txt verwendest. Achte aber darauf, dass schnell ein korrekter 404-Fehler zurückgegeben wird, wenn die robots.txt angefordert, aber nicht zur Verfügung gestellt wird.

Test:

  • Sieh dir die robots.txt für deine HTTPS-Website an und prüfe, ob etwas geändert werden muss.
  • Verwende das URL-Prüftool für alle Seiten deiner neuen Website, die im Google-Index fehlen.

Falsche Weiterleitungen

Prüfe die Weiterleitungen von der alten zur neuen Website. Oft verweisen Weiterleitungen auf falsche, nicht vorhandene URLs auf der neuen Website.

Andere Crawling-Fehler

Prüfe im Bericht zur Indexabdeckung, ob während der Migration auf der neuen Website ein Anstieg anderer Fehler verzeichnet wurde.

Unzureichende Kapazität

Nach einer Migration wird Google deine neue Website verstärkt crawlen. Das liegt daran, dass deine Website Traffic von der alten zur neuen Website weiterleitet. So werden auch alle Crawling-Vorgänge der alten Website zur neuen weitergeleitet und kommen deshalb zu den regulären Crawling-Vorgängen hinzu. Die Kapazität deiner Website muss ausreichen, um den erhöhten Traffic von Google zu bewältigen.

Wenn du die Webseiten in deiner App öffnest, dann ändere zuerst die App-Links auf die neuen URLs, bevor du die Weiterleitung der alten URLs zu den neuen implementierst. Andernfalls schlägt Google nicht vor, die neuen URLs in den Suchergebnissen mithilfe der App zu öffnen. Stattdessen werden Nutzer im Browser zur Website weitergeleitet.

Nicht aktualisierte Sitemaps

Achte darauf, dass du deine Sitemaps mit den neuen URLs aktualisierst.

Data Highlighter nicht aktualisiert

Wenn du deine alten Seiten mit Data Highlighter zugeordnet hast, musst du die Zuordnungen für die neue Website noch einmal vornehmen.